Intensivpflege Voraussetzungen

1. Wer hat Anspruch

§ 37 SGB V regelt als rechtliche Grundlage die häusliche Kranken- und Intensivpflege. Er sichert im ersten Satz einen Rechtsanspruch auf häusliche Krankenpflege zu „wenn Krankenhausbehandlung geboten, aber nicht ausführbar ist, oder wenn sie durch die häusliche Krankenpflege vermieden oder verkürzt wird.“ Somit wird auch der gesetzlich verbriefte Grundsatz „Ambulant vor Stationär“ erfüllt.

2. Welche Krankheitsbilder erfordern eine Intensivpflege

Grundsätzlich dient die außerklinische Intensivpflege der Sicherstellung der Vitalparameter durch klinikorientierte Pflege und zusätzliche technische Ausstattung.

Typische Erkrankungen, die eine derartige Intensivbehandlung nötig machen können:

  • Beatmungspflichtige Patienten mit COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung),
  • respiratorische Insuffizienz
  • Querschnittslähmung
  • Neurologische Krankheitsbilder
  • Neuro-muskuläre Erkrankungen (ALS, MS, Morbus Duchenne etc.)
  • Tumorerkrankungen
  • Schädel-Hirn-Traumata
  • Bewusstlosigkeit / Koma
  • Herzrhythmusstörungen
  • Störungen im Flüssigkeit- Elektrolyt- Säuren- und/oder Basenhaushalt

3. Wer übernimmt die Kosten

Die Kosten für die häusliche Intensivpflege werden in der Regel vollständig von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Pflegekassen, der Beihilfe sowie den Sozialhilfeträgern übernommen. Notwendig ist hierbei die ärztliche Indikation für die Übernahme der häuslichen Intensivpflege

4. Was ist zu veranlassen

Wir verstehen uns als Ihr zuverlässiger und kompetenter Partner und helfen Ihnen bei einer möglichst reibungslosen Anpassung an Ihre veränderte Lebenssituation.

Unser Entlass- und Überleitmanagement kümmert sich bereits im Vorfeld um alle notwendigen Formalitäten und übernimmt oder gibt Hilfestellung bei

  •  einer evtl. notwendigen Wohnraumanpassung
  • Bereitstellung der notwendigen Medizintechnik
  • Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Kontakt zwischen den behandelnden Ärzten und Fachdisziplinen in der Klinik, den Hausärzten, Fachärzten und Therapeuten wie Physio- und Egotherapie, Logopädie etc.

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